Schwingungsisolierung berechnen – Online-Rechner
Ermitteln Sie in wenigen Sekunden Eigenfrequenz, Einfederung, Isolationsgrad und Flächenpressung – inklusive Empfehlung der passenden Lastklasse.
1. Erregerfrequenz Ihrer Maschine
2. Gewünschte Schwingungsisolierung
Ergebnis (Richtwerte)
Vereinfachtes, ungedämpftes Einmassenmodell. Der rechnerische Isolationsgrad beschreibt die Schwingungsübertragung – er bedeutet keine entsprechende Reduktion des Geräuschpegels.
3. Flächenpressung & mögliche Lastklassen
Die Klassen sind Kandidaten für die Vorauswahl. Eine Materialempfehlung erfordert die Kennlinien des konkreten Produkttyps – die prüfen wir für Ihr Angebot.
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So funktioniert die Berechnung
Eine elastische Lagerung isoliert Schwingungen erst dann, wenn ihre Eigenfrequenz deutlich unter der Erregerfrequenz der Maschine liegt. Erst ab einem Frequenzverhältnis von mehr als √2 (≈ 1,41) beginnt die Isolierwirkung – je größer das Verhältnis, desto besser. Liegen beide Frequenzen nah beieinander, droht Resonanz und die Schwingungen werden verstärkt.
Der Rechner verwendet das vereinfachte Modell eines ungedämpften Einmassenschwingers: Isolationsgrad = 1 − 1 / ((f / f0)² − 1) sowie f0 ≈ 15,76 / √(Einfederung in mm). Die Ergebnisse sind Richtwerte. Dämpfung, dynamische Steifigkeit von Elastomeren, Kippschwingungen und der Untergrund werden nicht berücksichtigt – deshalb legen wir jede Lösung individuell aus.
Typische Erregerfrequenzen – direkt im Rechner öffnen
| Maschine / Anlage | Typische Erregerfrequenz | Im Rechner |
|---|---|---|
| Transformator am 50-Hz-Netz | 100 Hz (Oberwellen 200 / 300 Hz) | 100 Hz prüfen |
| Transformator am 60-Hz-Netz | 120 Hz | 120 Hz prüfen |
| Elektromotor / Pumpe, 4-polig | ca. 1.450–1.500 U/min ≈ 24–25 Hz | 1.450 U/min prüfen |
| Elektromotor / Pumpe, 2-polig | ca. 2.900–3.000 U/min ≈ 48–50 Hz | 2.950 U/min prüfen |
| Notstromaggregat / Generator | 1.500 U/min = 25 Hz | 1.500 U/min prüfen |
Häufige Fragen zum Rechner
Wie rechne ich die Drehzahl in die Erregerfrequenz um?
Teilen Sie die Drehzahl durch 60: 1.500 U/min entsprechen 25 Hz, 2.950 U/min rund 49 Hz. Bei Kolbenmaschinen und Mehrzylindermotoren können zusätzlich Vielfache der Drehfrequenz auftreten – maßgeblich ist für die Auslegung in der Regel die niedrigste relevante Erregerfrequenz.
Warum muss das Frequenzverhältnis über √2 liegen?
Unterhalb von η = √2 ≈ 1,41 überträgt die elastische Lagerung mehr Schwingungen, als ohne Lagerung ankämen – im Bereich η ≈ 1 tritt Resonanz auf. Eine spürbare Isolierwirkung beginnt erst deutlich oberhalb; in der Praxis wird ein Verhältnis von 2,5 bis 3 oder mehr angestrebt.
Welcher Isolationsgrad ist für meine Anwendung sinnvoll?
Für Industriehallen reichen oft 70–80 %. In Gebäuden mit Büros, Wohnungen oder empfindlicher Technik werden meist 85–95 % angestrebt. Entscheidend ist, wie stark die Schwingungen am Empfänger reduziert werden müssen – das klären wir gern im Rahmen der Auslegung.
Wie viel dB entspricht ein Isolationsgrad von 90 %?
Ein Isolationsgrad von 90 % bedeutet einen Übertragungsfaktor von 0,1 – das entspricht etwa 20 dB weniger Schwingungsübertragung. 80 % entsprechen rund 14 dB, 95 % rund 26 dB und 99 % rund 40 dB. Das beschreibt den Körperschall, nicht direkt den hörbaren Schallpegel im Raum.
Welche Frequenz setze ich ein, wenn es mehrere Erreger gibt?
Setzen Sie die niedrigste relevante Erregerfrequenz ein – sie ist für die Isolierung am kritischsten. Bei Pumpen und Lüftern können zusätzlich Schaufel- oder Drehklangfrequenzen auftreten, bei Transformatoren Oberwellen bei 200 und 300 Hz; diese liegen höher und werden dann meist noch besser isoliert.
Was passiert beim Hochlauf, wenn die Maschine die Resonanz durchläuft?
Beim Anfahren und Auslaufen durchläuft die Maschine kurzzeitig die Eigenfrequenz der Lagerung. Das ist bei zügigem Hochlauf meist unkritisch. Bei häufigen Starts, langem Auslauf oder Drehzahlregelung per Frequenzumrichter sollte der gesamte Drehzahlbereich geprüft werden – eine höhere Dämpfung oder eine andere Abstimmung kann dann sinnvoll sein.
Warum weicht die dynamische Steifigkeit von der statischen ab?
Elastomere sind unter schneller, wechselnder Belastung steifer als unter statischer Last. Die tatsächliche Eigenfrequenz liegt deshalb meist etwas über dem Wert, der sich aus der statischen Einfederung ergibt. Wir berücksichtigen das bei der Auslegung anhand der Kennlinien des konkreten Produkttyps.
Was tun, wenn der Schwerpunkt nicht mittig liegt?
Dann werden die Auflagepunkte unterschiedlich stark belastet. Damit die Maschine gleichmäßig einfedert und keine Kippschwingungen entstehen, wird die Lagerfläche je Auflagepunkt an die jeweilige Last angepasst – etwa durch unterschiedliche Pad-Größen oder Lastklassen.
Verbindliche Auslegung gewünscht?
Senden Sie uns Gewicht, Aufstellfläche und Drehzahl Ihrer Maschine – wir wählen Material, Härte und Stärke passend aus.
Alle Lastklassen und Werkstoffe finden Sie unter Werkstoffe & technische Daten.
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